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Giro d‘ Ortler

#1 von TC , 07.09.2014 12:54

TOUR 2014 „Giro d‘ Ortler“

Alles begann bereits während unserer Tour 2013 durch die Dolomiten. Erste Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Was könnten wir 2014 machen? Gibt es eine Steigerung? Wie sieht diese aus? Welche Stellen könnte man anfahren? Fragen über Fragen.
Im November 2013 begann ich dann zu tüfteln. Die ersten Ideen wurden ausprobiert, führten jedoch meistens zu für uns nicht schaffbaren Ergebnissen. Irgendwann kam mir dann die Idee den Ortler zu umrunden und die Idee nahm Gestalt an. Bei meiner weiteren Internetrecherche fand ich dann den Artikel in der Bike in dem eine Ortlerumrundung beschrieben wurde. Diese war ähnlich der von mir ausgearbeiteten Tour jedoch mit mehr Detailinfos zur Strecke.
Die üblichen Verdächtigen wurden befragt ob Sie mitfahren und wann Sie könnten. Nach einigen Wochen waren die Teilnehmer und das Datum grob fixiert. Bei unserem Treffen im März beschlossen wir dann diese Tour zu fahren.



Anreise
Treffpunkt BB um 6:45. Start 7:10. Bis zur Grenze nach Österreich lief alles gut. Mit dem Fernpass begann der Stau und endete erst in Imst. So erreichten wir unser Starthotel erst um 19:00 Uhr. Beate und Frank trafen kurz vor 20 Uhr ein. Einige Bierchen und Tourgespräche später fielen wir alle ins Bett und freuten uns auf den kommenden Morgen.
Gute Nacht.



Tag 1: Morter - Mauslochalm 41,3km hm 1780
Die geplante Startzeit um 8:30 Uhr hielten wir nicht ganz ein. Etwas verspätet nahmen wir den Waalweg Richtung Tschars. Nach einer kurzen Abfahrt nach Latsch ging es über den Latscher Waalweg in Richtung Schloss Juval. Durch Apfelplantagen und Weinberge sowie Steinfelder erreichten wir mittags Naturns. Gestärkt in einer Bäckerei ging es dann hoch Richtung Naturnser Alm - 1300 hm am Stück. Die Naturnser Alm ließen wir kurzentschlossen aus und fuhren direkt zur Mauslochalm. Bei einsetzendem Regen erreichten wir, gegen 16 Uhr, unser Tagesziel, die Mauslochalm. Nach Kaiserschmarren, Suppe, Hirschbraten, Gulasch haben wir noch diverse Schnäpse getestet. Aschließend schlafen wir recht gut im Dreibettzimmer.
Good night everybody.







Tag 2: Mauslochalm - Castrinalm 48,7 km 1869 hm
Heute starteten wir pünktlich um 8:30. Ein nicht immer fahrbarer Trail führte uns zur Naturnser Alm. Wir brauchten 2 h für die 5 km. Anschließend ging es Richtung Vigljoch und dann abwärts. Zuerst über Trails und anschließend über die Straße erreichten wir das Ultental. Die Straße im Tal führte uns zum Zoggler Stausee. Nach einer guten Portion Bionudeln mit Hirschragout oder Tomatensauce ging es rauf zur Spitzner Alm wo wir uns ein Sonnenbad gönnten. Einige Wurzeln und Schlammlöcher weiter erreichten die Castrin Alm. Nach dem Essen gab es noch einige selbstgebrannte Camino (Kümmel) Schnäpse. Bei uns würde man das als Biodiesel verkaufen. Näheres könnt Ihr bei Hardo erfahren.
Gute Nacht John Boy im 6-er Zimmer.







Tag 3: Castrinalm – Passo del Tonale 80,7 km 2029 hm
Der Morgen begann mit einem sehr überschaubarem Frühstück mit getoastetem Weißbrot und Marmelade. Strahlend blauer Himmel und Kälte erwartete uns draußen. Über einen nicht durchweg fahrbaren Trail erreichten wir die Brezalm mit einem wunderschönen Blick in die Ferne. Von dort ging es nahezu immer bergab. Zurück in den Apfelplantagen wurde erst mal für den Eigenbedarf geerntet. Weiter rollten wir nach Revo wo es Spaghetti Carbonara für alle gab. Gesättigt ging es ab hier, auf den nächsten 50 km, bergan. In Male entscheiden sich Beate und Frank den in der Tourenbeschreibung angebenden Bus zu nehmen. Der rest quälte sich Richtung Passo del Tonale. Erst nahmen wir den Orginaltrack, später entschieden wir uns für die Straße. So erreichten wir unser Ziel gegen 18:30 wo wir von Beate und Frank empfangen wurden. Nach einem reichlichen Menü sagten wir Buonanotte.







Tag 4: Passo del Tonale - Bormio 54,1 km 1502 hm
Der nächtliche Regen hielt leider beim Start noch an. Nach einigen Diskussionen ob Trails oder Straße entschieden wir uns für Trails. Nach ca. 1 km und uns entgegenlaufendem Wasser entschieden wir uns doch die Straße zu nehmen. Kurz bevor wir im Tal ankamen bogen wir von der Straße ab und gelangten wieder auf den originalen Track in Richtung Gavia Pass. Den quälten wir uns ca. 2 Stunden hinauf. Im Lokal auf dem Pass war es kuschelig warm und das Essen gut. Anstelle der Straße nahmen wir einen Traumtrail in Richtung Sankt Catarina. Die letzten 10 km nach Bormio ging es mit hoher Geschwindigkeit über die Straße talwärts. In Bormio finden wir unser Hotel direkt und gehen nach dem Duschen eine Pizza essen.
Guts Nächtle.







Tag 5: Bormio - Stilfser Joch 39,5 km 2258 hm
Der Start der heutigen Etappe lag etwa 2 km von unserer Unterkunft entfernt und so war erst mal gemütliches einrollen angesagt. 750 hm und 13 km weiter kamen wir zum Torri di Fraele über eine kleine Nebenstraße. Über einen ebenen Weg ging es zum Lago Cancano. Von der Staumauer kurz aufwärts ging es zur Essensaufnahme ins Ristoro Solena. Nach diversen Spaghetti, Suppe, Kuchen, Succu di mela (Apfelschorle) und Kaffee ging es über einen tollen weg 900 hm zur Bocchetta di Pedenolo auf 2760 m. Von dort runter und wieder rauf zum Einstieg in den Umbrailtrail. Auf diesem machten wir ca. 300 hm bergab zum Umbrail Pass der Grenze zwischen Schweiz und Italien. Jetzt mussten die letzten Körner abgerufen werden um die letzten 350 hm zu überstehen. Oben an der Dreisprachenspitze angekommen erreichten wir den höchsten Punkt unserer Tour. 2845 m. Nach einer kurzen Fotosession gings zum Rennradlermekka dem Stilfser Joch auf 2760 m. Dort gab es die höchste Bratwurst Europas bevor wir die Tibethütte erreichten. Nach gutem Essen und vielen Getränken gingen alle glücklich bubu machen.
Shuva Ratri.









Tag 6: Stilfser Joch - Morter 60,5 km 774 hm
Heute ist unser letzter Tag. Wir starteten früh um den Goldseetrail rechtzeitig bis zur Sperrung um 10:00 Uhr zu schaffen. Erst geht es jedoch vom Stilfser Joch nochmals hoch zur Dreisprachenspitze. Mit uns gemeinsam eine Menge Gleichgesinnter. Alles schiebt ausser Tobi fährt sich die Beine schon mal warm. Wir schafften den Trail bis kurz nach 10:00 Uhr, da doch viele Abschnitte für uns unfahrbar waren. An der Furkelhütte gab es wie immer Nahrung. Von dort war unser nächstes Ziel die Stilfseralm. Es ging mehrmals wieder bergan was allen dicke Beine verschaffte. Im Vinschgau angekommen rollten wir von Glurns aus über den Etschradweg zurück nach Morter. Bei einigen Bierchen, gutem Essen und Limoncello lassen wir die Tour ausklingen.
Bye bye.









Abreise
Frühstück gab es um 7:00 Uhr. Um 8:15 Uhr verließen wir unser Hotel Richtung Heimat. Mite einigen kleiner Staus erreichten wir den BB gegen 18:30 Uhr.

Ohne erwähnenswerte Verletzungen und Defekte haben wir wieder eine tolle Tour überstanden. Wie Ihr alle gelesen habt haben wir nicht nur viele hm geleistet sondern auch viel gegessen.
Gesamtkilometer: 325 km
Gesamthöhenmeter: 10.212 hm

Mitfahrer: Beate, Frank, Hardo, Jörg, Tobias und T.C

Gruß T.C

 
TC
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RE: Giro d‘ Ortler

#2 von Nicki , 07.09.2014 19:20

Hallo liebe Alpencrosser,

schön, dass Ihr unversehrt wieder zurück seid. Toll, dass der Bericht schon geschrieben ist - Herr Thomas Conrads.

Euer Hase1

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RE: Giro d‘ Ortler

#3 von heizer1980 , 08.09.2014 07:20

Sehr schöner Bericht, danke für's virtuelle mitnehmen.

 
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RE: Giro d‘ Ortler

#4 von niki-2 , 08.09.2014 08:22

Sehr schöner Bericht, tolle Bilder und super Truppe!

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RE: Giro d‘ Ortler

#5 von branderstier , 08.09.2014 09:22

Hallo Fernreisende,

danke für den tollen Bericht. Hat mir den rechten Appetit für meine Touren im Vinschgau (werde die Leckereien auf der Mauslochalm mal testen) und den Giro del Lago im Anschluß gemacht.

Grüße und bis bald,

Peter

branderstier  
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RE: Giro d‘ Ortler

#6 von andreasK , 09.09.2014 10:56

Liebe Rundendreher,

schön, dass Ihr alle wieder heil und mit vielen tollen Eindrücken zuhause angekommen seid.
In Gedanken war ich ja eh dabei :-)

Bis bald (nach meinem Urlaub in Südfrankreich)
Andreas K.

 
andreasK
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RE: Giro d‘ Ortler

#7 von Lilli , 09.09.2014 14:08

Hallo ihr Alpenbezwinger,

schön, dass ihr alle gesund und munter zurück seid (und eure Bikes auch).

T.C., danke für die tollen Eindrücke von eurer Tour........das macht Lust, auch eine Transalp zu fahren....

LG und bis bald
Lilli

 
Lilli
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RE: Giro d‘ Ortler

#8 von Heiner K. , 10.09.2014 07:47

Hey ihr Glückseligen,
das war ja eine beneidenswerte Tour und da wären sicher alle Brandriders gerne dabei gewesen.
Kompliment an die tollen Fotos und euer Tagebuch.
LG Heiner

 
Heiner K.
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RE: Giro d‘ Ortler

#9 von Tobias , 13.09.2014 09:22

Danke T.C. für den schönen Bericht!

Es hat sehr viel Spaß gemacht dabei zu sein bei dieser wirklich beneidenswerten Tour.

 
Tobias
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RE: Giro d‘ Ortler

#10 von Tobias , 20.09.2014 00:32

Danke T.C. fürs Zusammenstellen und Beschriften der BestOfBilder!
Diese Bilder sind jetzt in der Bildergalerie: http://www.brand-riders.de/fotos/touren-...nd-riders-2014/.

 
Tobias
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