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Bericht Alpencross 2013

#1 von TC , 15.09.2013 18:52

Tag 1: Brixen -> Sankt Ulrich 46,2 km & 2258 hm

Am ersten Tag starteten wir pünktlich vom Hotel in Richtung unserem Startpunkt in Brixen. Dort querten wir mehrmals die Eisack, welcher wir bis zum Eingang des Val di Eores folgten. Dort stand die erste Herausforderung des Tages an. Wir mussten die ersten 1200 hm am Stück aufwärts.
Nach der anschließenden rasanten Schotterabfahrt nach Sankt Magdalena haben dort zu Mittag gegessen. Die Stärkung war nötig da wir auf den kommenden 4 km nochmals 800 hm zur Borgelsalm schiebend und tragend zurücklegen mussten.
In der Borgelsalm gab es noch eine kleine Stärkung bevor wir bei einsetzendem Nieselregen den Passo di Brogles - 2119 m – querten und über Schotter unserem Tagesziel in Sankt Ulrich entgegen rasten. Im Hotel Emilie gab es nach dem verdienten Zielbierchen ein ausgiebiges Abendessen mit Wasser und Wein. Gestärkt und müde vielen wir alle ins Bett und freuten uns auf den kommenden Tag.









Tag 2: Sankt Ulrich -> Alleghe 70,9 km & 2029 hm (+ 760 hm Seilbahnen)

Heute starteten wir gegen 8:30 Uhr um mit der Seiser Alm Bahn die ersten Höhenmeter gemütlich zu erleben. Trotz des starken Gewitters in der Nacht erwartete uns, oben angekommen, ein eindrucksvoller Rundumblick. Wir querten das Almgebiet um im Anschluss über den Passo Duron – 2188 m - in Richtung Canazei zu gelangen. Dort aßen wir reichlich zu Mittag.
Im Anschluss erwartete uns der Anstieg zum Passo Pordoi – 2239 m. Auf der Passhöhe bogen wir in Richtung Bindelweg ab. Dieser bescherte uns nach jeder Kurve mit neuen eindrucksvollen Aussichten auf die umliegenden Berge und der gegenüberliegenden Marmolata.
Am Ende des Bindelweges gab es einige Probleme auf den richtigen Weg unterhalb zu kommen. Beate, Jürgen und Thomas rutschen einige Meter des steilen Abhangs auf dem Hosenboden herab, ohne großartige Verletzungen, jedoch mit dem Verlust der Lampen von Kerstin und defekter Sattelstütze von Beate.
Bevor wir ins Tal fuhren trafen wir bei einsetzender Dunkelheit eine Fehlentscheidung und wir fuhren ins falsche Tal zum Lago di Fedaia ab.
Unten angekommen war es bereits 19:15 Uhr. Doch wir konnten unser Hotel in Alleghe nach einer rasanten Asphaltabfahrt über 18 km und 1200 hm abwärts doch noch erreichen (Navi sei Dank). Aufgrund der späten Ankunft wurde erst gegessen und anschließend geduscht und Wäsche gewaschen. Und so ging ein Wiedermals spannender Tag mit super Wetter zu Ende.








Tag 3: Alleghe -> Malga Ra Stua 71,9 km & 2008 hm (+ 2113 hm Seilbahnen)

Der heutige Tag startete mit zwei Seilbahnetappen. Oben angekommen nahmen wir einen tollen Downhill erst über Schotter und später über einen schmalen Pfad. Weiter ging es über Straße bergab bis Costa. Dort bogen wir in Richtung unserer nächsten Seilbahnetappe zum Rifugio Fedare ab. Über Straße erreichten wir das Rifugio incl. Seilbahn und mussten leider feststellen, dass die nächste Seilbahnetappe ausfallen musste, da diese nicht mehr geöffnet hatte. Wir entschlossen uns hier zu Mittag zu essen und später der Straße Richtung Cortina di Ampezzo über den Passo di Giau – 2233 m - zu folgen.
Im Verlauf der Straße kamen wir wieder auf den ursprünglichen Track dem wir bis Cortina di Ampezzo folgten. Wieder standen 2 Seilbahnetappen auf dem Programm. Nach der ersten gab es eine Schotterabfahrt zur Cristallo Sesselliftanlage. Nachdem wir und unsere Räder sicher oben angekommen waren fuhren wir durch das Val Padeon in Richtung unserem Tagesziel abwärts. Wir erreichten die Straße der wir ein kurzes Stück folgten.
Jetzt standen die letzten 550 hm auf 6 km über losem Schotter an. Den höchsten Punkt erreichten wir bei einsetzender Dämmerung. Von dort ging es abwärts zur Malga Ra Stua dem heutigen Etappenziel.
Wie jeden Abend (und auch mittags) wurde ausgiebig gegessen und geduscht. Wir alle hofften auf eine angenehme Nacht mit viel Schlaf nachdem die Daten für die kommende Etappe besprochen waren.








Tag 4: Malga Ra Stua -> Costadedoi 61,8 km & 1663 hm (+ 615 hm Seilbahnen)

Trotz dass es die ganze Nacht geregnet hat erwartete uns an diesem Morgen schönes Wetter mit blauem Himmel. Bevor wir gestartet sind, wurden alle Bikes gecheckt und teilweise die Bremsbeläge getauscht.
Nach einer kurzen flachen Anfangspassage ging es die ersten Höhenmeter durchs Val Salata bergan. Weiter oben erwartete uns der bereits tauende Neuschnee. Ab der Sennes Hütte rauschten wir kontinuierlich bergab bis zur Pederü Hütte. Über den Talradweg erreichten wir zum Mittag Sankt Vigil wo wir uns mit notwendiger Verpflegung bestückten, Ersatzteile für die Räder kauften und ein Stück Pizza aßen.
Es folgte der Anstieg in Richtung Heilig Kreuz. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Uhrzeit entschieden wir uns zur Umkehr ins Tal um mit der Seilbahn die Höhe 1600 m ohne Anstrengung und in kürzerer Zeit zu erreichen.
Nach kurzer Track suche ging es dann über einen Höhenweg immer weiter aufwärts. Am Crusc da Rit - 2020 m - entschieden wir uns den ursprünglichen Track zu verlassen und nicht bis Heilig Kreuz – 2049 m - zu fahren. Wir fuhren abwärts ins Tal um über die Straße unsere heutiges Etappenziel zu erreichen. Während der Asphaltetappe haben wir in einem Radladen diverse Ersatzteile gekauft. In unserer Unterkunft gab es, wie uns bekannt, kein Abendessen. So gingen wir zum Essen ins Nachbarrestaurant. Gut gesättigt schliefen wir in dieser Nacht alle sehr gut.






Tag 5: Costadedoi -> Schlüterhütte 42,6 km & 1680 hm (+ 450 hm Seilbahnen)

Der Tag begann mit kurzem Einrollen ins Tal. Von dort ging es mit der Seilbahn auf den Piz Sorenga – 2003 m. Oben angekommen wurden kleine Bike Reparaturen durchgeführt bevor wir unsere Runde über die Hochebene starteten. Die Ebene hat uns mit Ausblicken nur so verwöhnt. Eine weitere Abfahrt brachte uns abwärts ins Tal des Vortages. Wir stärkten uns in einem kleinen Cafe für den folgenden, knapp 1000 hm, Anstieg zu unserem Etappenziel, der Schlüterhütte. Kurz bevor wir den höchsten Punkt erreichten begann es zu graupeln und im Nachbartal ging ein Gewitter runter.
Wir hatten zum Glück nur noch 150 hm abwärts und ca. 1 km bis zum Ziel. Als die Hütte in Sichtweite kam überkam alle die Freude sicher angekommen zu sein. Wir stellten die Räder in die Scheune und gingen duschen bzw. starteten - aus Mangel an Duschen - mit Speckbrett und Bierchen. Das Abendessen und die weiteren Bierchen vielen sehr üppig aus. Nach viel Gelächter und Gerede vielen wir alle hundemüde ins Bett.






Tag 6: Schlüterhütte -> Brixen 54,6 km & 1378 hm

Das war unser letzter Morgen. Draußen lag ein Hauch von Schnee und das Thermometer zeigte 0 Grad. Warm eingepackt starteten wir schiebend bergan über den Passo di Poma – 2340 m - auf dem Dolomitenhöhenweg. Diesem folgten wir eine ganze Weile auf und ab und überquerten den Passo di Göma – 2111 m.
Je weiter wir ins Tal kamen umso wärmer wurde es. Unsere erste Pause machten wir an der Üta di Göma – 2030 m. Dort gab es bereits vor dem Mittag die ersten Kaiserschmarren. Im Tal angekommen mussten wir einige km über die Straße zu unserem nächsten Anstieg. Es standen nochmals 700 hm auf ca. 6 km an. Oben angekommen aßen wir in einer kleinen Malga mit einem alten Holzofen diverse Suppen und andere Leckereien. Vor der Abfahrt zogen wir uns wieder warm an, da es während des Essens leicht zu schneien begonnen hatte. Wir entschieden uns direkt ins Tal zu fahren und erreichten das letzte Asphaltstück etwas früher als geplant. Über diese Straße fuhren wir zum Zielhotel oberhalb von Brixen. Dort gab es bei Sonne und Wärme diverse warme und kalte Getränke.








Wieder einmal haben wir es alle, ohne Verletzungen, geschafft.

Wir haben auf 348 km 11016 Aufwärtshöhenmeter überwunden und aufgrund der Seilbahnen 14954 hm abwärts zurückgelegt.


Es war eine tolle Tour mit tollen Mitfahrern. Es gab zwar diverse Plattfüße und kleine Bremsprobleme (beseitigte unser Trainer online), sodass wir nie lange warten mussten.

Es freuen sich auf nächste Mal:

Beate, Claudia, Kerstin, Frank, Jürgen, Jörg und Thomas

 
TC
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RE: Bericht Alpencross 2013

#2 von Nicki , 15.09.2013 20:06

Liebe Alpencrosser,

danke für die schöne Tour, leider vergingen die Tage viel zu schnell.
@ Thomas, danke für die Organisation und den detaillierten Bericht.

Bis denne

Nicki  
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RE: Bericht Alpencross 2013

#3 von AndreasG , 15.09.2013 20:30

Toller Bericht - vielen Dank dafür!!! Und Kompliment für eure Leistung!!!

Steht schon der Termin für 2014?


VG und hoffentlich bis Samstag

Andreas

 
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RE: Bericht Alpencross 2013

#4 von niki-2 , 16.09.2013 08:09

Schöner Bericht,
schön das ihr alle gesund zurück seid.

Schöne Woche und bis bald

Dieter

niki-2  
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RE: Bericht Alpencross 2013

#5 von Beate , 17.09.2013 16:59

Tolle Rückschau einer super Tour mit einem klasse Team - 2014 kann kommen !!

 
Beate
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