Brand-Riders Forum

ALPENCROSS 2012

#1 von TC , 08.09.2012 22:27

Tag 1: Mittenwald -> Kaldenbach 93,6 km & 1925 hm
Nach einer zähen Anreise am Freitag - wir erreichten Mittenwald gegen 0:15 Uhr - starteten wir um 9:15 Uhr. Von Mittenwald ging es hoch zur Vereiner Alm und von dort runter nach Hinterriß. Aufgrund fehlender Brücken mussten wir die vor uns liegenden Bergbäche barfuß durchqueren. Mittagessen gab es in Eng im Großen Ahornboden. Von dort mussten wir über das Plumsjoch und dem Achensee in Richtung Inntal. Hier erwartete uns der gut ausgebaute Inntalradweg der uns zum Eingang des Zillertals führte. Der ebenfalls gut ausgebaute Zillertalradweg brachte uns gegen 20:15 Uhr in unseren Gasthof Hochzillertal. Da wurde direkt gegessen und anschließend gingen wir alle müde zu Bett. Der für den Tag angekündigte Regen blieb zum Glück aus und wir hatten nur mit schlechter Sicht zu kämpfen.




Tag 2: Kaldenbach -> Sankt Jakob im Pfitsch 63,3 km & 1844 hm
Heute waren wir bereits um 8:30 Uhr auf den Rädern und nahmen zum Einrollen den Zillertalradweg weiter unter die Pneu's. In Mayrhofen bogen wir ab in Richtung Schlegeisspeicher. Auf dem Anstieg tankten wir bei einer kleinen Rast neue Energie. Anschließend fuhren wir, teils über Trails und teils über Straße, zum Schlegeisspeicher. Dort haben wir nochmals Energie eingeworfen, um die letzten knapp 500 hm zu überstehen. Zum Pfitscher Joch geht es ausschließlich über Trails bergan. Auch heute mussten wir wieder barfuß mehre Bergbäche durchqueren. Oben angekommen sind wir durch ein tolles Panorama belohnt worden. Auf 2258 m sind es gegen 18:00 Uhr noch 17 Grad. Trotzdem packten wir uns warm ein, um die nächsten 10 km und 700 hm abwärts nicht zu frieren. In Sankt Jakob im Pfitsch erwartete uns ein tolles Bikehotel wo wir nach einem guten Essen und einigen Gläsern Wein glücklich ins Bett fielen.




Tag 3: Sankt Jacob -> Platt 67,8 km & 1712 hm
Am heutigen Tage ging es gegen 8:45 Uhr los. Nach einer kurzen Einrollphase ging es auf den ersten Trail. Dort erwarteten uns diverse Murenabgänge. Weiter ging es in Richtung Sterzing, wo wir eine kleine Rast bei schönem Wetter machten. Nach Durchquerung der City von Sterzing, - mit Kaffeepause, ging es in Richtung Jaufenpass. Am Fuß des Passes informierte uns ein nettes Schild das wir 16 km bis oben haben. Unsere Navis informierten uns über die 1200 hm, die anstanden. Auf 2000 m machten wir im Jaufenhaus Mittag. Wir mussten im Anschluss noch 98 hm aufwärts bis zur Passhöhe. Hier hieß es anziehen, da die Sonne leider nicht mehr zu sehen war. Bis Sankt Leonard im Passeier vernichteten wir 1500 hm am Stück. In der Touristeninfo informierten wir uns über die Schneelage am Eisjöchl und nahmen anschließend die letzten 10 km und 500 hm in Angriff. Beim Plattwirt angekommen gab es nach der Dusche ein super Abendessen und eine kleine Radinspektion, bevor wir die wohlverdiente Nachtruhe antraten.




Tag 4: Platt -> Stettiner Hütte 22 km & 1925 hm
Heute starteten wir um 8:30 Uhr talwärts in Richtung Moos. Von dort ging es kontinuierlich aufwärts in Richtung Pfelders. Nach einer kleinen Stärkung ging der erste, noch fahrbare, Teil in Richtung Lazins Alm los. Über gut fahrbare Wege erreichten wir diese gegen Mittag. Dort haben wir eine richtige Stärkung eingenommen. Der restliche Anstieg zur Stettiner Hütte dauerte noch weitere drei Stunden, welche wir schiebend vollbrachten. Die Hütte erreichten wir um kurz nach vier. Nach einigen Getränken und Malzeiten bezogen wir unser Mehrbettzimmer (20 Mann). Duschen gab es keine und die Katzenwäsche mit Gletscherwasser viel sehr kurz aus. Nachtruhe war gegen 21:00 Uhr.




Tag 5: Stettiner Hütte -> Hochjoch Hospiz 46 km & 1953 hm
Hier gab es bereits um 7:00 Uhr Frühstück, welches jedoch sehr dürftig ausfiel. Nach dieser Stärkung mussten wir die Räder noch über das Eisjöchl schieben. Danach erwartete uns eine grandiose, fast komplett fahrbare Abfahrt in Richtung Schnalstal. So vernichteten wir 1700 hm am Stück. Von dort mussten wir 500 hm aufwärts zum Vernagt Stausee, wo wir zu unserem späteren Leid eine ausgiebige Pause machten. Danach ging es aufwärts Richtung Kurzras von wo unsere heutiger Endanstieg über 1100 hm am Stück begann. Der Anstieg war fast komplett unfahrbar und somit erreichten wir das Hochjoch bei 7 Grad und Regen erst um 17:30 Uhr. Die darauf folgende Abfahrt von knapp 5 km und 40 hm hatte es in sich, so dass wir fast die gesamte Strecke schieben mussten. Der letzte Anstieg zur Hütte war so steil und nass und es war bereits stockdunkel, dass wir die Räder im Anstieg stehen ließen. Um 21:00 Uhr erreichten wir die Hütte. Nach einem guten Essen konnten wir alle endlich wieder duschen und gingen zufrieden ins Bett. Der Wecker sollte um 6:15 klingeln, damit wir die Räder noch hinauf zur Hütte holen konnten.




Tag 6: Hochjoch Hospiz -> Nassereith 94,3 km & 1053 hm
Nachdem wir unsere Räder aus der Schlucht geholt hatten gab es erst einmal ein gutes Frühstück. Im Anschluss an das übliche Gekrame starteten wir um 8:30 Uhr bei 4 Grad in Richtung Vent. Der gestern so schwere Trail wurde immer fahrbarer. Wir durchquerten die Rosenschlucht in der uns menschliche Wesen, die unseren Trieb nicht nachvollziehen konnten, begegneten. In Vent versorgten wir uns mit ein paar Brötchen und diversen Getränken. Weiter ging es abwärts durch das gesamte Ötztal. In Au haben wir mittags eine Rast gemacht. Nachdem Essen haben wir unseren Appetit nach dem ersten Anstieg schon verflucht. Wir rollten weiter in Richtung Inntal und von dort nach Nassereith, wo uns Gertis Gästehaus erwartete.




Tag 7: Nassereith -> Mittenwald 54,5 km & 1267 hm
Heute hatten wir die letzte Etappe vor uns. Gestartet wurde um 8:30 Uhr nach einem super Frühstück bei Gerti. Vorher wurden die Räder noch einem kurzen Service unterzogen. Dann ging es auch direkt bergan bis auf das Mieminger Sonnenplateau. Dort blieben wir dauerhaft auf der Höhe und mussten nur einige Bodenwellen auf und ab überwinden. Von Sankt Gertraud aus ging es über losen Schotter steil aufwärts. Dieser Anstieg forderte alles von uns ab. Bevor wir den höchsten Punkt erreichten, entschieden wir uns den Rest des Anstiegs auf der Straße zu überwinden. Kurz bevor wir oben angekommen waren, haben wir es uns bei einer ausgiebigen Pause gut gehen lassen. Anschließend ging es weiter in Richtung Leutasch. Der Leutasch folgend fuhren wir weiter bis zur Leutaschklamm. Wir entschieden uns durch die Klamm zu fahren - Tipp von Beate - anstelle dem Track zu folgen. Am Ende der Klamm ging es über einen Wiesenweg zurück zum Hotel. Dort angekommen überkam uns alle das Glücksgefühl die Tour geschafft zu haben. Bis auf 3 Plattfüße und einen kleinen Sturz von Beate ist alles super gelaufen.






So haben wir in 7 Tagen in Summe 441,8 km & 11479 hm zurück gelegt.

Bis nächstes Jahr.
Beate (Haase 2), Claudia (Haase 1), Jürgen (Trainer), Ole und Thomas (T.C. und Schriftführer)


 
TC
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RE: ALPENCROSS 2012

#2 von PacMan , 05.10.2012 10:24

Coole Sache! Im Schnalstal waren wir bei unserem Cross auch (allerdings in die andere Richtung unterwegs). Da hätten wir uns ja doch fast gesehen...

 
PacMan
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